BAUTAGEBUCH ST. JOSEF

 

Bautagebuch Nr. 10, Dez. 2011

Die Feier der Wiederindienstnahme der Josefskirche war für alle ein großartiges, beeindruckendes Erlebnis. Dennoch stehen noch einige Arbeiten aus, anderes muß getestet und ausprobiert werden.

Von den vier Beichtstühlen werden wir mindestens einen wohl noch vor Weihnachten wieder in St. Josef aufstellen können; die anderen folgen später. Die Programmierung der Beleuchtung, das Austesten der Lautsprecheranlage, der Liedanzeiger usw. geht voran. Die Feuermeldeanlage, die inzwischen eingebaut und zur Feuerwehr aufgeschaltet ist,  macht schon die ersten Schwierigkeiten. Bereits zweimal gab es eine Störung, die durch ein Tonsignal in der Sakristei angezeigt wurde. Aber auch das wird hoffentlich irgendwann richtig funktionieren.

Die Glocken können wir zwar läuten, es sind aber noch nicht alle Schalgehämmer und noch keine elektronisch gesteuerte Uhr eingebaut. Deshalb können wir noch nicht – wie eigentlich geplant -, morgens, mittags und abends den Angelus läuten und wir wissen noch nicht, was uns die Stunde (von St. Josef herunter) geschlagen hat.  Auch fehlen noch Leitern und Treppen im Glockenstuhl bis zur Turmspitze.

So lange das für diese Jahreszeit außerordentlich gute Wetter anhält, wird noch an den Mauern und Treppenaufgängen weiter gearbeitet. Die Außenanlagen werden aber insgesamt erst im Frühjahr nächsten Jahres fertig gestellt werden können.

Im Frühjahr, wenn auch im „Eiskeller“ die Zugangstreppe fertig gestellt ist, wollen wir wieder mit Führungen „St. Josef - vom Keller bis zu den Glocken“ beginnen. Dies wird dann im Pfarrbrief und in der Tagespresse bekannt gegeben. Danke für Ihr Interesse. (avo)

Bautagebuch Nr. 9; Nov. 2011

„Was lange währt, wird endlich gut!“

Noch einige Pfeifen müssen in der Orgel eingebaut werden; die Orgelstimmung ist schon gut vorangekommen und die bereits gestimmten Register klingen majestätisch im großen Kirchenraum. Die restlichen Bänke wurden angeliefert; insgesamt haben wir jetzt 5 Bänke weniger, da diese in einem so schlechten Zustand waren, daß eine Restaurierung zu teuer gekommen wäre. Die stark überarbeiteten Windfänge an den Seiteneingängen wurden inzwischen wieder eingebaut. Die Beichtstühle werden wir wahrscheinlich nicht bis zur Wiederindienstnahme einbauen können; vielleicht gelingt es bis Weihnachten (einen nach dem anderen). Die Freilegung und Wiederherstellung der farblichen Fassungen von Kanzel und Altären ist fast abgeschlossen. Die Elektriker sind noch dabei, die letzten Strahler vor und im Chorraum zu montieren und die Lichttechnik aufeinander abzustimmen. Auch die Außenbeleuchtung wird noch bis zum 01. bzw. 20. Nov. fertig gestellt.

Im Chorraum fehlen noch 2 Fenster, die jedoch in den nächsten Tagen eingesetzt werden sollen.

Die Steinmetze arbeiten noch an der Turmzier, die jedoch zum großen Teil – außer dem Turmumgang – fertig gestellt ist. Deshalb wird das Turmgerüst nach und nach abgebaut.

Von unseren sieben Glocken hängen sechs bereits an ihrem Platz im neuen hölzernen Glockenstuhl. Motoren, Antriebketten und -räder müssen noch eingebaut werden. 

Auch die Arbeiten in der Sakristei (Elektro-, Verputz- und Malerarbeiten, Fußboden und Möbel) schreiten voran.

Im Außenbereich gehen die Arbeiten am Rechten Seitenaufgang gut voran. Der vordere Teil des Pfarrhaushofes konnte schon fertig gestellt werden. Dort wurde der Belag  im Hof so angehoben, daß die eine Treppenstufe am Eingang (Pfarrhausseite) weggefallen und so ein barrierefreier Zugang entstanden ist.

Die restlichen Außenarbeiten werden wir wahrscheinlich im kommenden Frühjahr fertig stellen müssen.

Danke für Ihr Interesse. (avo)

 

Bautagebuch Nr. 8, Sept. / Okt. 2011

Dieser Tage sitzen unsere sechs steinernen „Turmlöwen“ in Reih und Glied im Bauhof (beim Pfarrhaus) und warten darauf, bis sie wieder ihre angestammten Plätze in schwindelnder Höhe am Hauptturm einnehmen können.

Sobald der Schieferbelag auf den beiden Seitentürmchen fertig aufgebracht ist, wird das Gerüst am Hauptturm weiter abgebaut. Im Gegenzug wird die Turmzier eingebaut und die schadhaften Teile (z.B. Balustrade am Turmumgang) erneuert.

Inzwischen sind wieder alle restaurieren Bänke im Kircheninnern. Die nun etwas helleren Bänke bilden eine schöne Einheit mit dem neuen, hellen Parkettboden.

Heute (17.08.2011) wurden die 14 Kreuzwegstationen wieder aufgestellt. Die Restauratoren aus Passau sind noch ca. 14 Tage mit Arbeiten an den Seitenaltären und am Hochaltar beschäftigt. Alle drei Altäre sind in ihrer farbigen Lebendigkeit wahre „Kleinode“ geworden. Für die Kanzel, die wir auch noch restaurieren und farblich aufarbeiten wollten, suchen wir noch Sponsoren (Gesamtkosten Kanzel: 20.000 €).

Die Buntglasfenster im Kirchenschiff sind inzwischen alle eingebaut. Die figürlichen und das neue Fenster im Chorraum folgen in den nächsten Wochen.

Bei der Orgel werden noch die restlichen Pfeifen eingebaut; trotzdem ist bei den schon eingebauten Pfeifen   mit der Stimmung der Orgel bereits begonnen worden. Die gesamte Stimmung der fast 4.160 Pfeifen dauert ca. 2 Monate.

Die Abnahme unserer neu gegossenen 7 Glocken hat gezeigt, daß alle Glocken wunderschön geworden sind; es braucht nichts daran nachgearbeitet zu werden. Die kleinste 7. Glocke (St. Ingobertus, 300 kg) die im hellen Ton d’’ erstrahlt, bringt eine gewisse Leichtigkeit und Brillanz in das ganze Geläute. Wir dürfen gespannt sein!

Ob wir vor der Wiederindienstnahme (So., 20. Nov. 2011) noch die Außenarbeiten (Erneuerung des zusammengebrochenen Kanals im Hof, der Treppen usw.) in Angriff nehmen können, hängt vom Abbau des Krans und des Turmgerüstes ab. (avo)

 

Bautagebuch St. Josef Nr. 7, Aug. / Sept. 2011

In diesen Tagen wird die Holzkonstruktion der beiden Flankenturmhelme im Bauhof am Pfarrhaus montiert und mit Hilfe des Turmdrehkrans aufgesetzt. Die Montage der Holzkonstruktion erfolgt in zwei Teilen und wird auf den Seitentürmen jeweils zusammengefügt. Jeder der beiden Turmhelme ist  ca. 10,60 m hoch und hat einen Durchmesser an der Basis von 4,20 m.

In den Schallfenstern wurden mittlerweile die Rippen und Rosetten eingesetzt, die weithin zu sehen sind. Das Schallfenster auf der Rohrbacher Seite bleibt weiterhin offen, da dort das Material für den Glockenstuhl und die Glocken ab Montag, 29. August eingesetzt werden.  

Das Innere der Josefskirche verändert sich jetzt fast täglich. Die Hälfte der neu renovierten  Buntglasfenster des Kirchenschiffes sind schon wieder eingebaut und geben dem Raum seine strahlende Würde wieder. Diese Arbeiten sollen Ende Juli abgeschlossen sein. Der Einbau der figürlichen Glasfenster im Chorraum und des ganz neunen Fensters hinter dem Hochaltar erfolgen etwas später (dazu muß das Innengerüst noch einmal umgebaut werden). Am Hochaltar und an der Aufstellung der Heiligenfiguren arbeiten die Restauratoren aus Passau mit Hochdruck. Hochaltar und Seitenaltäre (die in den nächsten Tagen aus der Werkstatt bei Passau gebracht werden) bestechen durch eine neue, lebendige Farbigkeit. Diese wurde als eine der ersten Fassungen freigelegt; sie belebt  die Altäre auf eine beeindruckende Weise und hebt diese im Raum deutlich hervor.

Nach einer Grundreinigung des Innenraumes, die Anfang August erfolgen soll, wird mit der Anlieferung der ca. 90 Sitzbänke begonnen. Diese müssen – mit den neuen Polsterauflagen - im Kirchenraum sein, wenn mit der Intonation der großen Späth – Orgel begonnen wird. Die Orgelbauer kommen gut voran und sind im Zeitplan. Die Intonation (Stimmung) der Orgel wird ca. 8 Wochen andauern; in dieser Zeit können keine anderen, mit Lärm und Staub verbundenen Arbeiten im Kircheninnern stattfinden.

Mit den bisher verbauten Kosten betragen 12 Mio. €; wir gehen von einer Gesamtkostensumme von 14,8 Mio. € aus und sind weiterhin auf Spenden angewiesen.

Vielen Dank! (avo) 

Bautagebuch St. Josef Nr. 6, Juni / Juli 2011

Im Innern der Josefkirche geht es zügig voran.

Der Einbau der Orgel macht große Fortschritte.

Auch der neue Parkettboden wurde inzwischen in den Bankblöcken neu verlegt. Die Künstler und Restauratoren arbeiten an der Ausmalung des Chorraumes und des Chorbogens, sowie an Kanzel und Taufbecken. An der Kanzel wird der beige Anstrich abgenommen; auch dort kommt der rote Sandstein zum Vorschein.  Das Taufbecken ist – wie sich jetzt zeigt – aus gelbem Sandstein.

Der Einbau der neuen Feuermelde- und Löschanlage (im Dachraum) ist inzwischen abgeschlossen.

Am Dienstag, 24.05. fand bei der Glasmanufaktur Derix in  Taunusstein  eine Besprechung statt; dabei wurden auch die bisher geleisteten Arbeiten kontrolliert.  Die Arbeiten an den Bleiverglasungen der Fenster sind gut vorangekommen. Mit dem Einbau der ersten Buntglasfenster wird Mitte Juli begonnen. Dann wird der Innenraum der Josefskirche wieder seinen mystischen Charakter erhalten; ein großer, sakraler Raum, eingetaucht in gedämpftes, farbiges Licht.

Der nächste Glockenguss findet wahrscheinlich am Freitag, 08. oder 15. Juli  nachmittags um 15.00 Uhr in Karlsruhe statt. Wir werden den genauen Termin in der Tagespresse und in den Vermeldungen bekannt geben.

Nachdem das Turmkreuz aufgesetzt ist, wird das Gerüst am Hauptturm langsam abgebaut. Die Arbeiten am Turmäußeren gehen nach wie vor weiter (Verfugung, Turmzier).

Danke für Ihr Interesse. (avo)

Bautagebuch St. Josef, Nr. 5, Mai / Juni 2011

Nach mehrmaligen Materialproben (Parkett / Unterbau) und Verhandlungen mit der Versicherung wurde  entschieden, den Parkettboden in der Kirche doch zu erneuern. In der Dämmschicht unter dem Bitumenbelag (lat. Erdpech) hat sich so viel Wasser gesammelt, daß diese Schicht quasi zerfällt. Diese Arbeiten wirbeln doch einigen Staub auf. Deshalb musste die Orgel, deren Einbau schon gut vorangekommen ist, mit einer großen Plane zugehängt werden.  Die Kosten für den neuen Parkettboden in Höhe von 120.000 € übernimmt ganz die Versicherung. Der Plattenbelag in der Kirche bleibt erhalten.

Weil der Parkettboden jetzt sowieso aufgerissen wurde, ergibt sich die Möglichkeit der Verlegung einer Induktionsschleife für schwerhörige Menschen (induktive Höranlage). Eine solche Hörhilfe wollen wir im rechten vorderen Sitzblock verlegen. 

Da nun das Innengerüst und die Einhausungen von Kanzel und Altar soweit entfernt sind, wurden inzwischen auch die Säulen, die die Empore tragen und die Kanzelsäule abgelaugt, so daß auch dort der ursprüngliche  Sandstein zum Vorschein kommt.

Auch die Arbeiten an der Inneneinrichtung der Kirche (Windfänge, Bänke, Beichtstühle usw.)  schreiten voran. An den Konsolen der 14 Kreuzwegstationen wurde unter der jetzigen Farbschicht  noch die frühere Beschriftung der Stationen gefunden. Diese Beschriftung wollen wir wieder sichtbar machen.

Die Arbeiten außen am Turm gehen inzwischen weiter (Reinigung, Verfugung, Turmzier). Das Turmkreuz wird voraussichtlich in der letzten Maiwoche aufgesetzt. Einen entsprechenden Hinweis setzen wir in die Tagespresse und in die Vermeldungen.

Zu unseren bisherigen 5 Glocken und der von Fam. Kessler gestifteten 6. Florianglocke, die an den Brand erinnern soll, erhalten wir wahrscheinlich noch eine 7. kleine Ingobertusglocke, die von den am Wiederaufbau beteiligten Firmen gestiftet wird. Diese trägt ein Bildnis des Hl. Ingobertus und das Stadtwappen.

Der Glockenguß von Glocke 2 bis 6 (oder 7) wird wahrscheinlich im Juni wieder in Karlsruhe stattfinden. Auch hierüber informieren wir rechtzeitig (Tagespresse und Vermeldungen).

Natürlich bemühen wir uns – in Anbetracht der Kosten – auch weiter um Spenden und Zuschüsse.

Vielen Dank für Ihr Interesse. (avo)

Bautagebuch St. Josef Nr. 4 April / Mai 2011

Die Schiefereindeckung des Turmes wird in einigen Tagen abgeschlossen. Das Turmkreuz, das wir am Josefstag, 19. März, geweiht haben, wird – nach Vollendung einiger Vorarbeiten - wahrscheinlich im Mai aufgesetzt. Dieser Termin wird rechtzeitig in der Tagespresse bekannt gegeben. Der Termin des zweiten Glockengusses soll auch im Mai sein; auch dieser Termin wird in der Tagespresse bekannt gegeben.

Z.Zt. „streiten“ wir mit der Brandversicherung darüber, ob der Parkettboden im Innern der Kirche entfernt werden soll oder nicht. Die Versichtung lehnt die Übernahme der Kosten ab; ein Materialgutachten spricht eher für die Erneuerung des Parkettbodens und der Unterkonstruktion. Verhandlungen mit der Versicherung gibt es auch über eine weitere Kostenübernahme. Von den bis jetzt insgesamt angefallenen Baukosten von 10,4 Millionen hat die Versicherung 7,5 Millionen übernommen. Da wir bis zur Fertigstellung der Josefskirche noch ca. 4 Millionen brauchen, gibt es Klärungsbedarf. Der Einbau der großen Orgel macht gute Fortschritte.

Die Steinmetze arbeiten im Hof des Pfarrhauses, der zur „Dombauhütte“ umfunktioniert wurde, an der steinernen Turmzier wie Fialtürmchen usw., die nach Fertigstellung des Daches am Turm aufgesetzt werden sollen. Hierbei wird auch die steinerne Brüstung am Balkonumgang des Turmes ausgebessert und die Rosetten und Sandsteinrippen, die die Schallöffnungen (Fenster) gliedern.

Inzwischen ist der „Eiskeller“ unter der Kirche ganz von Sand befreit. Es ist ein imposanter Gang entstanden, der die ganze Länge der Josefskirche durchzieht. Bezieht man die Zugangssituation und den 15m tiefen Brunnen, den wir gefunden haben mit ein, so haben wir ein beeindruckendes historisches Bauwerk.

Wegen der großen Nachfrage bei den Führungen wollen wir an folgenden Samstagen noch einmal Führungen anbieten: 21. Mai, 28. Mai, 04. Juni, 11. Juni und 18. Juni. Bitte melden Sie sich telefonisch im Pfarrbüro St. Josef (Tel.: 92490) an.

Vielen Dank für Ihr Interesse. (avo)  

Bautagebuch St. Josef Nr. 3, März 2011    

 

A

m Montag, 31. Jan. 2011 fuhr eine Abordnung von uns – zusammen mit  Dipl. - Restauratorin Keller, die uns bei den künstlerischen Innenarbeiten berät – zur Restauratorenfirma Kallinger nach Hofkirchen (zw. Regensburg und Passau). Dort befinden sich z. Zt. die Seitenaltäre sowie die Bild-, Relieftafeln und Figuren des Hochaltars. Nach eingehenden Untersuchungen an den Altären, machten die Fachleute Vorschläge, wie die Altäre, gemäß einer ersten farblichen  Fassung aussehen könnten. Alle ursprünglich vergoldeten Stellen wurden bei einer letzten Restaurierung (wohl in den 60er Jahren) mit Goldbronze überstrichen, so dass der Altar insgesamt matt erschien. Diese Bronzierung soll abgenommen werden, damit die ursprüngliche Vergoldung, die sich darunter befindet, sichtbar wird. Außerdem sollen die Farben rot und blau, die wir auch in der ersten farblichen Fassung des Altarraumes gefunden haben, an den Altären wieder sichtbar gemacht werden. Die Hindergründe der Bildtafeln und Heiligenfiguren wurden bei der letzten Fassung einfach dunkelbraun überstrichen; hier sollen – gemäß alter Befunde – die farbigen, bemusterten Hindergründe neu aufgetragen werden. Insgesamt werden die Altäre durch die ursprünglichen Farben viel lebendiger und freundlicher wirken.

 

Der Abbau des Innengerüsts ist fast abgeschlossen, sodass man jetzt einen großartigen Raumeindruck vermittelt bekommt. Die Sandsteinrippen der Gewölbe und die sandsteinsichtigen Säulen gliedern den  hellen Raum. Auch der Neuaufbau der Empore ist abgeschlossen. Es fehlen nur noch die Figuren an der Emporenbrüstung, die  gegen Holzwurmbefall behandelt werden.

 

In den nächsten Tagen wird mit dem Einbau unserer großen Späth - Orgel begonnen.

 

Die Arbeiten an den 4  Beichtstühlen, sowie an den  Windfängen, mit den bleiverglasten Innen- und hölzernen Außentüren stehen kurz vor der Vergabe. Die Bleiverglasungen an den Innentüren müssen  herausgenommen und überarbeitet werden, da sie stellenweise sehr schlecht sind und nicht mehr fest in den Rahmen sitzen.

 

Im Festhochamt zum Patronatsfest (Hl. Josef) am Sa., 19. März um 18.30 Uhr wollen wir in der Alten Kirche das Turmkreuz für St. Josef weihen, das dann – einige Tage später – auf den Turm aufgesetzt werden kann.

Danke für Ihr Interesse! (avo)

 

 

Führungen in St. Josef

 

sind für folgende Samstage, jeweils um 10.00 Uhr, vorgesehen:

12. März, 19. März, 26. März

02. April, 09. April, 16. April

Treffpunkt: im Hof (vor dem Pfarrhaus St. Josef) Prälat – Göbel – Str. 1; die Führungen sind kostenlos;  melden Sie sich bitte telefonisch im Pfarrbüro St. Josef (Tel.: 92490) an.  

 

  Aktuelle Fotos vom Innern der Kirche
   
 

   
 

   
 

   
 

   
 

Der Glockenguss

unserer größten Glocke, St. Theodor (4200 kg), findet am Freitag, 11. März 2011 in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe statt. Bis zu 70 Interessierte können mitfahren (wir bestellen einen Bus); Fahrpreis: 15,00 €, Abfahrt ist um   12.00 Uhr   am Alten Stadtbad in St. Ingbert.

Melden Sie sich bitte telefonisch im Pfarrbüro St. Josef (Tel.: 92490) an.

Auch zum Guss der übrigen 5 Glocken, der voraussichtlich im Mai stattfindet, können noch einmal 70 Interessierte mitfahren.

 

Unsere bisher größte Glocke, St. Theodor,  hatte ein Gewicht von 3700 kg; sie war in mittlerer Rippe gegossen. Da sie jetzt aber mit einer schweren Rippe gegossen wird, bekommt sie ein Gesamtgewicht von 4200 kg. Sie bleibt im Ton a° gleich, klingt aber wesentlich voller im Ton. 

 

Die Vorarbeiten

Der Glockengießer benötigt zur Herstellung einer Glocke eine dreiteilige Form, bestehend aus Kern, falscher Glocke und Mantel. Der Kern, der dem Innern der Glocke entspricht, wird aus Lehmsteinen und verschiedenen Lehmschichten gemauert. Die falsche Glocke, oder Modellglocke, muss im Umfang und Aussehen genau der späteren, noch zu gießenden Bronzeglocke entsprechen. Sie besteht aus Lehm und Talg, die Zier wird in Wachs aufgetragen.

Vor der Herstellung des Mantels streicht der Glockengießer zunächst einen feinen, dann immer gröberen Lehm auf die falsche Glocke, so dass sich die Zier im Mantel abdrücken kann. Der Mantel muss einen großen Druck aushalten, der während des Gießens auf ihn einwirkt. Vor dem Guss nimmt man den Mantel ab und zerschlägt die falsche Glocke. Der Hohlraum zwischen Kern und Mantel ergibt dann die richtige Glocke. 

 

 

Der Guss

Glocken werden traditionell freitags um 15 Uhr gegossen, was an die Sterbestunde Jesu Christi erinnern soll. Bereits morgens in aller Frühe wird der Schmelzofen angefeuert, damit die Glockenspeise, die aus 78 Prozent Kupfer und 22 Prozent Zinn besteht, schmilzt. Hat die Bronze eine Temperatur von ca. 1100 Grad Celsius erreicht, kann der Guss beginnen. Wenn die rot glühende Glockenspeise aus dem Ofen fließt, Rauch aufsteigt und Gase abbrennen, hat der Glockenguss seinen Höhepunkt erreicht. Die gegossenen Glocken müssen in der ausgehobenen Glockengrube noch einige Tage auskühlen, bis sie aus ihrem Mantel befreit werden können. Dann wird mit Stimmgabeln geprüft, ob der Guss gelungen ist und die Glocke wie gewünscht erklingt.

 

 

Der Klang

Der Klang einer Glocke wird beim Guss festgelegt. Entscheidend für den Klang einer Glocke sind ihre drei Parameter: Durchmesser, Höhe und Wandstärke, die sog. Rippe. Je nach Größe dieser drei Parameter verändert sich der Ton. Eine Glocke hat etwa 50 Klangfarben, einen Grund-, Unter-, Prim-, Terz-, Quint-, Oberton etc., die in ihrer Gesamtheit den hörbaren Ton der Glocke bestimmen. Sind die Teiltöne nicht in Harmonie, kann man die Glocke tonlich korrigieren, indem die Innenwand der Glocke abgeschliffen wird.  Dies spielt ich in der Regel im Bereich von unter einem Millimeter an verschiedenen Stellen der Innenwand ab. Möglich sind aber nur wenige Sechzehntel Halbton – Korrekturen.

 

Bautagebuch St. Josef Nr. 2, Febr. 2011

 

D

er Aufbau der Empore (Einziehen neuer Stahlträger, neuer Holzaufbau) geht seinem Ende entgegen. Danach soll mit dem Einbau der Orgel begonnen werden; hierfür sind ca. 6 Monate angesetzt. Zunächst ist aber noch das Innengerüst im Weg, das schon seit Ende November 2010 abgebaut werden soll, was sich durch weitere Verputz- und Malerarbeiten immer wieder verzögert hat; ab dieser Woche soll der Gerüstabbau beginnen.

 

     Im Rahmen des neuen Feuerlöschkonzeptes wurden inzwischen die Steigleitungen für Löschwasser eingebaut; diese führen durch den Dachbereich des Kirchenschiffes und bis  in die Dachspitze des Hauptturmes. Die Steigleitungen liegen trocken und werden erst im Alarmfall von der Feuerwehr geflutet. Dazu wird der Wasserdruck durch die Pumpe des Feuerwehrfahrzeugs auf 10 Bar erhöht. 

 

Der Einbau der neuen Vorverglasungen (Fenster) geht ebenfalls weiter. Dieser Tage zeigte sich bei einer Zusammenkunft in der Glaswerkstätte, daß auch an den nichtfigürlichen, einfachen Buntglasfenstern des Kirchenschiffes  (und den jeweiligen Rosetten darüber) mehr gemacht werden muß als geplant; hierbei entsteht ein Mehraufwand von ca. 80.000 €.  Die Seitenaltäre befinden sich z.Zt. in der Werkstatt der Restauratorenfirma Kallinger (in Hofkirchen bei Regensburg). Um die farbliche Gestaltung der Altäre festzulegen, fährt in diesen Tagen eine Abordnung von uns dorthin. Die Altäre hatten - so wurde festgestellt – seit der Einweihung der Josefskirche im Jahr 1893  bereits drei verschiedene farbliche Fassungen. Seitenaltäre und Hauptaltar sollen durch Freilegung einer der älteren Fassungen etwas farbiger und der gesamten Raumfassung entsprechend freundlicher wirken.

 

Auch Beichtstühle, Kommunionbank, Kanzel, Taufstein, Windfänge, Eingangstüren, (innen und außen) usw. müssen noch restauriert werden.  Dabei gibt es Überlegungen  wie die Figuren und etwa der bisherige „Kriegeraltar“ platziert und gestaltet werden können. Eine Idee geht dahin, den Tafeln mit den Gefallenen aus dem ersten Weltkrieg evtl. in unserer Kapelle auf dem Alten Friedhof einen neuen, würdigen Platz zu geben. Wenn das Innengerüst entfernt ist, bieten wir wieder (evtl. ab März / April) samstags Führungen an. Die Termine werden im Pfarrbrief und in der Tagespresse veröffentlicht.

Vielen Dank für Ihr Interesse! (avo)   

   
 

Bautagebuch St. Josef Nr. 1, Jan. 2011

I

nzwischen liegt das Schwingungsgutachten des Turmes  vor. Die neu zu gießenden 5 bisherigen Glocken sind mit den Eigenschwingungen des Turmes, der jetzt viel stabiler ist, gut vereinbar. Eine 6. von Fam. Kessler (Eisen – Müller) gestiftete kleine Glocke, soll an den Kirchenbrand erinnern, dem Hl. Florian geweiht werden und die Namen der beim Brand beteiligten Helfergruppen (Feuerwehr, THW usw.) tragen.  Es gibt Überlegungen eine  große Glocke anzuschaffen; dies sprengt jedoch – trotz einer zugesagten größeren Spende – wahrscheinlich den finanziellen Rahmen.

 

Das Innengerüst konnte bisher nur im Bereich der Empore abgebaut werden. Dort werden zur Verstärkung des Emporenaufbaues Stahlträger eingezogen.  Die Malerarbeiten an den Gewölben des Kirchenschiffes und an der Decke des Altarraumes sind soweit abgeschlossen. Die malerische Ausgestaltung durch die Restauratorinnen erfolgt demnächst. Der gesamte Innenputz an den Wänden ist aufgebracht und der Anstrich der Wände ist größtenteils abgeschlossen. Z.Zt. werden die noch fehlenden neuen Außenverglasungen eingebaut. Später wird dort beigeputzt.

  Die 14 großen Kreuzwegstationen wurden restauriert (wir berichteten), fehlende Teile ergänzt und farblich rekonstruiert. Dabei wurde festgestellt, daß jede Kreuzwegstation früher eine gotische Einfassung hatte (sh. Foto); vielleicht erinnern sich die älteren St. Ingberter daran. Auch die Sockel waren früher farblich anders gefasst. Jede Kreuzwegstation ähnelte somit einem kleinen Seitenaltar oder (von weitem) einer kleinen Kapelle mit aufstrebenden Spitzen und Fialtürmchen.
 

Bitte merken Sie sich folgende Termine für 2011 vor:

Glockenweihe: Sonntag, 28. Aug., 10.30 Uhr

Orgelweihe: Dienstag, 01. Nov. (Allerheiligen) 17.30 Uhr

Wiederindienstnahme der Josefskirche: Sonntag, 20. Nov. (Christkönig) 15.00 Uhr

Danke für Ihr Interesse! (avo)

 

Bautagebuch St. Josef Nr. 9, Nov./Dez. 2010

D

as Richtfest des Hauptturmes, das wir am 28. Okt. 2010 feiern konnten, hat uns einen großen Schritt voran gebracht. Die Schiefereindeckung wird, wenn Witterung und Windverhältnisse günstig bleiben, in den nächsten Tagen beginnen.

Anderes, wie die Frage nach den bleiverglasten Fenstern im Altarraum, wirft uns wieder zurück. Zwar hatte unser Verwaltungsrat die Neugestaltung der drei Hauptfenster im Altarraum bereits beschlossen (wir berichteten darüber; die Fotos waren in der Alten Kirche zu sehen), dennoch wurden jetzt vom Landesdenkmalamt starke Bedenken gegen das von einem Künstler aus Wiesbaden gefertigte Konzept erhoben. Ein zu starker Eingriff in die alte Substanz wurde als nicht genehmigungsfähig erachtet. Um die Angelegenheit nicht noch weiter hinaus zu zögern, hat unser Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 10.Nov. 2010 seinen Beschluss dahingehend geändert, nur das mittlere Chorfenster (nach einem Entwurf des Künstlers Hartmann aus Wiesbaden) neu gestalten zu lassen. Da die Rosetten der beiden angrenzenden Chorfenster noch relativ gut erhalten sind, werden diese wieder instand gesetzt und in ihrer ursprünglichen, historischen Form eingebaut.

Auch der Abbau des Innengerüsts hat sich – gegenüber der ursprünglichen Planung (Ende November) – wieder verzögert. Am Deckenputz und an den lasierten Sandsteinrippen zeigten sich Flecken. Deshalb musste in den letzten Wochen – im Wechsel - stärker gelüftet und geheizt werden. Voraussichtlich werden wir das Innengerüst bis Ende Dezember abbauen können.

     In den nächsten Tagen wird das Schwingungsgutachten im Turm erstellt werden; dann können wir endlich die neuen Glocken bestellen.

Die Reinigung und Restaurierung der 14 großen Kreuzwegstationen und der Figuren ist weitgehend abgeschlossen.

Bereits vor drei Jahren wurde beschlossen, den mit Sand aufgefüllten „Eiskeller“ unter der Josefskirche zu räumen, damit dieser trocknen und keine Feuchtigkeit mehr nach oben ins Mauerwerk abgeben kann. Da sich jedoch die Zugangssituation in den „Eiskeller“ – nicht zuletzt durch die historischen Funde (Brunnen usw.) – so schwierig gestaltet, kann mit dem Ausräumen des Eiskellers, das wir evtl. in Eigenleistung machen wollen, erst begonnen werden, wenn eine Betondecke über dem Eingang eingezogen ist.

 

Vielen Dank für Ihr Interesse! (avo)      


Bautagebuch St. Josef (Nr. 8, Okt./Nov. 2010)

 

V

iele Menschen haben mich in letzter Zeit angesprochen, die froh darüber sind, daß der Turm der St. Josefkirche sichtbar wächst. Wenn das Wetter weiterhin einigermaßen „günstig“ bleibt, wollen wir am Do., 28. Okt. 2010 um 16.00 Uhr das Richtfest des Hauptturmes feiern. Bis dahin soll auch die Bretterverschalung, sowie die Unterspannfolie aufgebracht sein. Ob wir mit der Schiefereindeckung noch in diesem Jahr beginnen können, hängt allein von der Witterung ab.

Am Turm werden z.Zt. auch die Arbeiten zum Verfugen des Mauerwerks – von oben nach unten -  fortgesetzt.

Auch im Innern der Josefskirche sind wir gut vorangekommen. Die farbigen Begleitbänder der Sandsteinrippen an den Gewölben (schwarz und gelb) werden z.Zt. aufgebracht. Das Verputzen der Wände (aufbringen der 4. Putzschicht) geht gut voran. Spätestens Ende November soll das Innengerüst abgebaut werden. Dann können wir mit dem Neuaufbau des Bodens der Empore beginnen und den Boden des Kirchenschiffes begutachten. Ob wir den Parkettboden, der im Bankbereich des Kirchenschiffes verlegt ist, belassen können, zeigt sich erst dann.

Inzwischen sind auch bereits 6 der insgesamt 28 großen Fenster (incl. der dazugehörigen Rosettenfenster) mit neunen Rahmen und einer neuen Schutzverglasung versehen worden. Diese Arbeit geht – so lange es die Witterung zulässt – ebenfalls weiter.

Die Arbeiten bezügl. Ausgraben des Eiskellers sind gestoppt worden, da noch keine Entscheidung darüber getroffen wurde, wie der Eingangsbereich zum Eiskeller mit den gefundenen Ausgrabungen (incl. Brunnen) gestaltet werden soll. Damit befasst sich unser Verwaltungsrat in seiner nächsten Sitzung.
Die Elektroarbeiten (Verlegung der Kabel usw.) im Innern der Kirche und des Dachstuhls sind soweit abgeschlossen. Ca. 6.500m Kabel wurden verlegt.
Bezüglich des Innenraumkonzeptes hat sich unser Verwaltungsrat, auch im Hinblick auf die Beschaffenheit der Wand- und Gewölbeflächen dafür ausgesprochen, möglichst wenig Bemalung aufzubringen. Die Seitenaltäre, sowie der Hochaltar sollen hingegen – soweit es unser finanzieller Rahmen zuläßt -  einen Teil ihrer ursprünglichen Farbigkeit wieder erhalten. Die Arbeiten dazu sind ausgeschrieben.

Auch die Arbeiten an den bleiverglasten Fenstern haben inzwischen begonnen. Dort muß jedes Fenster in der Werkstatt mit allen Einzelteilen auf einen beleuchteten Arbeitstisch gelegt und jeweils entscheiden werden, was wie erneuert werden muß. Ein sehr arbeits- und kostenintensives Vorgehen, das jedoch unumgänglich ist. Über die Arbeit an den Fenstern werden wir in den nächsten Tagen einige Fotos in der Alten Kirche zeigen.

Am 01.08.2010 betrugen die inzwischen aufgelaufenen Gesamtkosten 8.117.559,85 €; davon hat die Versicherung bisher 6.400.000,00 übernommen.  Es stehen jedoch noch große Rechnung aus, von denen die Versicherung voraussichtlich nur einen kleinen prozentualen Anteil übernehmen wird (Ausräumen des Eiskellers, Fenster, Innenputz,  Altäre usw.). Entgegen mancher Stimmen, wonach die Versicherung alle übernehmen würde, müssen wir also bisher 1.717.559,85 € selbst tragen bzw. mit Hilfe der Diözese finanzieren. Dieser Betrag wird sich mit den Gesamtkosten noch wesentlich erhöhen. Deshalb sind wir auch weiterhin auf Spenden angewiesen.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Wohlwollen. (avo)


Bautagebuch St. Josef (Nr. 6, Juli / August 2010)

Wie man deutlich erkennen kann, wächst der Turm der Josefskirche wieder beachtlich in die Höhe. Ende August sollen die Maurerarbeiten an den Turmgiebeln beendet sein. In den nächsten Tagen werden die Arbeiten für den hölzernen Turmhelm des Hauptturmes vom Verwaltungsrat vergeben. Die Kosten hierfür belaufen sich auf ca. 245.000.- €. Wahrscheinlich wird der Turmhelm mit einer Gesamthöhe von etwas über 26m in mehreren Teilen unten angefertigt und dann oben aufgesetzt. Noch vor Wintereinbruch sollen die Holzschalung und die Unterspannfolie aufgebracht werden. Die Kosten der beiden Flankentürmchen, die im Frühjahr fertig gestellt werden sollen, belaufen sich auf je 95.000.- €.

Die Verlegung der Elektroleitungen im Innenraum der Kirche geht ihrem Ende zu.

Schwierig erweist es sich hingegen, den richtigen Farbton für den Putz in Sandsteinfarbe zu erreichen, der mit den vorhandenen natürlichen Sandsteinrippen und –säulen harmoniert. Diese Versuche ziehen sich schon mehrere Monate hin und finden hoffentlich bald ihren Abschluß.

Was die Restaurierung der bleiverglasten Fenster angeht, so liegen inzwischen die Angebote vor. Die Gesamtkosten (mit Vorverglasung) belaufen sich auf ca. 490.000.- €. Auch diese Arbeiten werden  in einigen Tagen vergeben.

 

Das Ausräumen des Eiskellers unter der Kirche geht auch voran. Zunächst war es schwierig überhaupt einen geordneten Zugang zum Keller zu schaffen, da die seitliche Treppenanlage zur Kirche direkt darüber führt. Nachdem diese Probleme gelöst sind, kann mit dem Ausräumen des Kellers, der die ganze Länge der Kirche umfasst, begonnen werden. In den letzten Tagen wurde sogar ein ca. 8m tiefer alter Brunnen entdeckt, von dem  bis jetzt niemand etwas wusste. Es bleibt spannend. Wir rechnen damit, daß die Arbeiten an St. Josef im Herbst 2011 (Oktober / November) abgeschlossen werden können. Vielen Dank für Ihr Interesse. (avo)

 

Bautagebuch St. Josef (Nr. 5 / Juni 2010)

A

Auch wenn das gute Wetter in diesem Jahr auf sich warten lässt, haben die Steinmetze am Hauptturm der Josefskirche inzwischen weiter gebaut, wie man deutlich sehen kann. Voraussichtlich werden die Sandsteinarbeiten am Turm noch bis August 2010 andauern.

Ob die hölzerne Turmspitze unten aufgebaut und dann als Ganze aufgesetzt wird oder ob die (Gebälk-) Arbeiten  oben am Turm stattfinden, wird z.Zt. diskutiert. Wenn die Turmspitze bis Ende des Jahres aufgesetzt ist, kann die Schiefereindeckung erfolgen, was zeitlich vielleicht gerade bis zum Wintereinbruch gelingen könnte.

Danach wird ein Schwingungsgutachten im Turm erstellt und dann (erst) können die Glocken bestellt werden.

Inzwischen haben auch die Elektroarbeiten im Innern der Josefskirche begonnen (Entfernen alter Kabel, Schlitze klopfen, Verlegen von neuen Leitungen usw.); diese Arbeiten werden voraussichtlich ca. 6 Wochen dauern. Die Art der neuen Lampen für das Kirchenschiff wurde inzwischen festgelegt.

Mit der Überarbeitung und Restaurierung unserer über 90 Kirchenbänke wurde inzwischen auch begonnen. Bei einigen Bänken, die vom Holzwurm stark befallen sind, müssen die gesamten Sitzflächen erneuert werden. Bei allen Bänken werden die Füße erneuert und ergänzt; diese sind vom Löschwasser stark beschädigt.

Die Säuberungs- und Restaurierungsarbeiten an den Figuren und Kreuzwegstationen wurden inzwischen vergeben.

Inzwischen wurde auch damit begonnen, einen Zugang zum Keller der Josefskirche zu schaffen. Sobald dieser Zugang gesichert ist, wird mit dem Ausräumen des Kellers begonnen.  Dies ist notwendig, da sich in dem Sand, mit dem der Keller aufgefüllt wurde, Feuchtigkeit sammelt, die dann im Mauerwerk nach oben in die Kirche steigt. 

Unsere Ausstellung im Kuppelsaal des Rathauses, die – noch bis einschl. 30. Mai - den Wiederaufbau der Josefskirche zeigt, fand großes Interesse. Dabei wurde einem erst bewusst, was schon alles seit dem Kirchenbrand am 17.07.2007 geleistet wurde. Allen beteiligten Firmen herzlichen Dank!

In Zukunft wollen wir auch regelmäßig Führungen in St. Josef anbieten; beachten Sie dazu bitte die nächste Seite. Vielen Dank! (avo)


Bautagebuch St. Josef  (Nr. 4 / April 2010)

E

igentlich warten wir nur auf besseres Wetter; zum weiteren Aufbau des Turmes brauchen wir konstant  6 Grad Plus Außentemperatur. Da die Kälteperiode in diesem Winter so lange andauert, wird sich der Wiederaufbau des Turmes wohl bis Juli 2010 verzögern.

Inzwischen wurde vom Statikerbüro (Steinfeld und Sehn) die Konstruktionszeichnung des „Turmhelms“ angefertigt; diese kommt einem Kunstwerk gleich,  ist 25m hoch und wiegt 30 Tonnen. Der untere Teil der Konstruktion soll auf dem  Turmkranz aufgebaut werden. Der obere Teil der Turmspitze, der immerhin noch 21m zählt, soll unten zusammengebaut und per Kran aufgesetzt werden.
Bei den Innengewölben wird diese Woche (11. Kalenderwoche) mit dem „Deckputz“ als letzte Putzschicht begonnen. Auf den Wandflächen wurden bereits zwei Lagen des Putzes aufgetragen; nach der Verlegung der Elektrokabel, die in einigen Wochen beginnen soll,  werden die restlichen Putzschichten aufgetragen.

Das Feuerschutzkonzept wurde nochmals überarbeitet; bei der Firma Festo schauten wir uns verschiedene  Brandmeldesysteme an, die jedoch z.T. für eine Kirche nicht in Frage kommen (etwa beim Einsatz von Weihrauch). Wahrscheinlich wird auch im Dach des Kirchenschiffes und nicht nur im Turm eine Trockenleitung verbunden mit einer Sprinkleranlage eingezogen.

Bei der Rahmenkonstruktion der Fenster ist inzwischen quasi entschieden, daß die alten Eisen erhalten bleiben (Denkmalschutz). Inzwischen hatten wir einen Ortstermin mit dem Künstler Karl - Martin Hartmann aus Wiesbaden, der einen Entwurf für ein neues Chorfenster (hinter dem Hochaltar) anfertigen soll. Er bezieht in seinen Entwurf evtl. die beiden Rosettenfenster über den angrenzenden Chorfenstern, die stark beschädigt sind, mit ein.

Bis zum heutigen Tag wurde ein Betrag von 7,2 Millionen Euro (incl. Nebenkosten) verbaut. Da sich schon jetzt deutliche Finanzierungslücken andeuten, weil die Versicherung bei vielen Dingen nur noch anteilmäßig oder nichts bezahlt, bitten wir weiterhin um großzügige Spenden. Auf der nächsten Seite zählen wir einige Dinge auf, an denen Sie sich gerne beteiligen können; vielen Dank! (avo)

Die Josefskirche braucht Ihre Hilfe!

Sie können uns helfen, indem Sie sich an einer konkreten Sache beteiligen oder – je nach Ihren Möglichkeiten -  etwas spenden.

Die Renovierung einer Kirchenbank kostet 1.500,00 €; davon haben wir in  der Josefskirche über 90 Stück;

Die Restaurierung einer Kreuzwegstation kostet ca. 1.100,00 €; der Kreuzweg umfasst 14 Stationen;

Jede Statue, die restauriert wird, kostet im Durchschnitt 750,00 €; davon haben wir 10 Stück;

Die Restaurierung eines figürlichen Fensters kostet ca. 32.000,00 €; die Restaurierung eines einfachen Buntglas – Fensters kostet ca. 28.000,00

Eine neue Vorverglasung für ein Fenster kostet: 5.500,00 € .

 

Für jede Spende sind wir Ihnen dankbar; Sie können gerne den (im Pfarrbrief beiliegenden oder in der Kirche ausliegenden) Überweisungsträger benutzen; falls Sie für eine konkrete Sache spenden, vermerken Sie es bitte, ebenso wenn Sie eine Spendenquittung wünschen.

Vielen Dank!