Der Hochaltar ist ein Flügelaltar des Bildhauers Stuchtei aus Münster, der auch den Orgelprospekt und die Kanzel geschnitzt hat. Die Mensa des Hochaltars aus weißem Baumberger Sandstein ist auf einem Unterbau von ursprünglich fünf Altarstufen aufgebaut. Bei der Umgestaltung 1971 wurde der Altarraum um zwei Stufen höher gelegt. Am Altarunterbau sind Glasmosaikbilder mit Tieren angebracht. Durch sie soll dargestellt werden: die Keuschheit durch den Elefanten, die himmlische Gesinnung durch den Adler, der Starkmut durch den Löwen, die Unsterblichkeit durch den Phönix, die sakramentale Liebe durch den Pelikan und die Sehnsucht nach dem Himmel durch den Hirsch. In der Mitte der Altarmensa sehen wir das Lamm Gottes, das andeutet, dass auf dem Altar das wahre Gottes- und Osterlamm im Allerheiligsten Sakrament wohnt.

 

Der imposante Aufbau des Hochaltars zeigt den Tabernakel und darüber ein verschließbares Expositorium. Hinter dem Expositorium erhebt sich der hochragende mittlere Baldachin des Altaraufbaues mit der Hauptdarstellung: Christus als Weltenrichter. Er thront über der Weltenkugel, er ist Anfang und Ende der Welt. Doch zugleich ist an den Bund Gottes mit den Menschen durch den Regenbogen erinnert. In dem oberen Teil des Baldachins thront Gott Vater und über ihm der Hl. Geist in der Darstellung der Taube. In dem linken Baldachin sehen wir die Mutter Gottes, in dem rechten Johannes den Täufer. Die beiden Reliefs beziehen sich, wie auch der Altarflügelbilder, auf das heilige Messopfer. Sie stellen die Geißelung und die Dornenkrönung Jesu dar. Die Flügel zeigen auf der Rückseite in kunstvoller Malerei das Wunder der Brotvermehrung und den Mannaregen in der Wüste. Die aufgeschlagenen Flügel stellen Christus am Ölberg  und die Kreuztragung Christi dar.

 
 

Die beiden Seitenaltäre passen sich im Stil dem Hauptaltar an. Unter den Baldachinen der Altaraufbauten sind die Statuen der Gottesmutter und des hl. Josefs aufgestellt. Links neben dem Josefsaltar befindet sich der Grundstein vom 28.09.1890 und darüber eine Herz-Jesu-Statue. Vor dem Josefsaltar steht der Taufstein.

 
 

Im linken Querschiff befindet sich ein kleiner Altar mit der Darstellung der schmerzreichen Gottesmutter, die ihren toten Sohn in ihren Armen hält und an der Ecke steht eine Statue der hl. Elisabeth von Thüringen. Auf der gegenüberliegenden Seite erinnert ein Bild an die im Weltkrieg 1914 - 1918 gefallenen Männer St. Ingberts und eine Statue stellt den hl. Antonius von Padua dar. Die Quer- und Seitenschiffe haben 14 beachtenswerte Kreuzwegstationen mit freistehenden holzgeschnitzten Figuren aufzuweisen.

 
 

Die Kirche ist im Hauptschiff 12,40 m breit, mit Seitenschiffen 28,30 m, 15,50 m hoch und insgesamt 58,30 m lang. Die gesamte Außenlänge mit Turm beträgt 66,00 m. Der Chor ist durch einen Bogen von der Kirche getrennt und in seiner Breite und Höhe reduziert. An der rechten Seite des Chorraumes ist die Sakristei angelegt.

 
 

Die im Jahre 1930 vorgenommene Vergrößerung der Empore zeigt auf der hölzernen Brüstung Figuren in hellem Lindenholz. Im Mittelpunkt kniet die Mutter des Herrn, wobei sie dem Betrachter ihr göttliches Kind zur Verehrung darreicht. Ihr zur Seite knien, an den beiden schrägen Flächen, zwei Engel mit Rauchfass und Weihrauchschiff, in ehrfürchtigem Staunen versunken. Daneben aber beginnt ein Musizieren und Jubilieren: flötenspielende und singende Engel mit Notenblättern vor Augen. Inmitten der musizierenden Engel ist auf der rechten Seite die heilige Cäcilia an der Orgel zu sehen. Ein kleiner Engel tritt den Blasebalg der Orgel. Auf der anderen Seite erkennen wir König David, auf seiner Harfe spielend.

 
 

Der Orgelprospekt passt sich der Ausstattung der Kirche an. Zwei Engel mit Posaunen bilden den Figurenschmuck. Die Giebelfelder sind mit Malereien geschmückt: in der Mitte die heiligen Cäcilia, in den Nebenfeldern musizierende Engel. Die Orgel selbst wurde 1933 durch die Werkstätte Späth umgebaut und erweitert, wobei viele Teile aus der Voit-Orgel von 1894 übernommen wurden. Das elektropneumatisch gesteuerte Instrument besitzt 54 klingende Register auf drei Manualen und Pedal.

 
 

Im Kirchenschiff sehen wir an den einzelnen Pfeilern die Figuren des hl. Aloysius und des Erzengel Michael auf der rechten Seite, die heilige Agnes und die Muttergottes auf der linken Seite. Das Lindenholzkreuz am ersten Pfeiler ist eine Stiftung des St. Ingberter Dichters Karl Woll.

 
 

Die Kanzel ist mit dem vordersten linken Vierungspfeiler organisch verbunden. Der Unterbau besteht aus einfachem Sandstein mit grauen Marmorsäulchen. Die Kanzel selbst ist aus Holz und zeigt die vier Evangelisten mit ihren Symbolen: Matthäus mit dem Menschen bzw. Engel, Markus mit dem Löwen, Lukas mit dem Stier und Johannes mit dem Adler.

 
  Der Schalldeckel trägt in der Mitte die Taube, das Symbol des hl. Geistes.  
 

Die Kommunionbank zeigt abwechselnd Nischen mit sitzenden Figuren und Maßwerkfeldern. Ursprünglich besaß die Kommunionbank zwei Mitteltüren, die bei der Umgestaltung des Chorraumes 1971 herausgenommen und im Jahre 1980 zu einem neuen Zelebrationsaltar umgefertigt wurden. In der Mittelnische des Altares thront Jesus Christus.

 
 

In  den Nischen der Kommunionbank sind die beiden Apostelfürsten Petrus (links) und Paulus (rechts) dargestellt, daneben Heilige, welche zum Altarsakrament besondere Beziehung haben. Auf der rechten Seite sind dargestellt: der Apostel Paulus mit dem Schwert in der Hand. Daneben die hl. Klara von Assisi in Nonnentracht und der hl. Augustinus als Bischof mit einem flammenden Herzen in der Hand. Ganz außen ist Moses mit den beiden Gesetzestafeln im Arm und, wie seit dem 12. Jahrhundert üblich, mit den beiden Hörnern auf seiner Stirn dargestellt.

 
 

Auf der linken Seite sind dargestellt: der Apostel Petrus mit einem Buch in der Hand und der Stirnlocke der Choleriker, daneben die hl. Barbara mit dem dreifenstrigen Turm als Symbol der Dreifaltigkeit. Die nächste Figur stellt den Propheten Elija dar und als letzte Figur erkennen wir den hl. Johannes.